Grußworte

 3_Reker

SEHR GEEHRTES THEATERPUBLIKUM,

zum sechzehnten Mal präsentiert sich die Kölner Theaterszene in einer langen Nacht auf Kölns kleinen und großen Bühnen. Ich freue mich sehr darüber, dass das Interesse an diesem Großevent nicht nachgelassen hat und immer wieder von den Theaterschaffenden und dem Kölner Publikum mit Freude und Begeisterung wahrgenommen wird.

Die Theaterkonferenz – als langjährige und aufmerksame Veranstalterin – hat es geschafft, die Veranstaltung über die Jahre lebendig zu halten und den wechselnden Anforderungen, die an eine solche Großveranstaltung gestellt werden, anzupassen. Galt es in früheren Jahren noch, die nicht bei allen Bürgerinnen und Bürgern bekannten kleinen Spielstätten bekannter zu machen, so hat sich das Interesse inzwischen etwas gewandelt. Einem zunehmend jüngeren Publikum sind die festen Spielorte scheinbar längst bekannt. Interesse besteht jedoch zunehmend daran, neue Orte aufzuspüren, die durch ungewöhnliche und überraschende Ereignisse in Szene gesetzt werden, die eigens für die Theaternacht geschaffen wurden.

Gleichzeitig hat sich das Hauptinteresse des jüngeren Publikums noch weiter in die späteren Abend- und Nachtstunden verlagert, wodurch die Veranstaltung ihren Charakter als Event noch unterstreichen kann.

Für das Angebot der geführten Touren können sich Interessierte bereits vor der Theaternacht bewerben.
Egal ob es sich um thematische oder auf bestimmte Zielgruppen ausgerichtete Touren handelt, das Interesse des Publikums sich unter einer sachkundigen Anleitung durch die Theaternacht zu bewegen, ist riesengroß.
Die geführten Touren sind immer als erstes nachgefragt und ausverkauft!

Ohne Förderer und Partner wäre die Theaternacht nicht denkbar! Deshalb bedanke ich mich im Namen der Stadt und aller Theaterbesucher für die von vielen Partnern geleistete langjährige und zuverlässige Unter-stützung dieser Veranstaltung – allen voran der RheinEnergie AG, die seit vielen Jahren Hauptsponsor der Kölner Theater ist.
Allen Besucherinnen und Besuchern der Theaternacht wünsche ich unterhaltsame und anregende Stunden in Kölns freien Theatern und viel Freude beim Erkunden und Entdecken des mannigfaltigen Theatergeschehens dieser Stadt!

Ihre

HENRIETTE REKER
Oberbürgermeisterin der Stadt Köln

 

 

KobbyDIE NACHT DER VIELFALT!

Als »Volk der Dichter und Denker« – so  hat Deutschland sich über lange Zeit eher begriffen denn als politische Einheit und damit der Kultur und der Philosophie die bindende Funktion zugeordnet, die staatliche Organisationen bis 1871 nicht bereitzustellen vermochten. Große Denker, große Kultur gegen Kleinstaaterei.

Liebes Publikum,
mittlerweile leben wir in einer europäischen Union, die leider den Schritt zu den »Vereinigten Staaten von Europa« noch nicht vollzogen hat – eher im Gegenteil. Wieder erleben wir Kleinstaaterei. Begegnen wir dieser kleingeistigen Haltung, indem wir uns auf die Größe unserer gemeinsamen Kultur besinnen.
Eine Kultur, die nicht ausgrenzt, sondern integriert; die offen ist für Fremdes, Neues, Ungewohntes; die fordert und genau deshalb Spaß macht; die grenzenlos ist und genau deshalb verbindet. Eine Kultur, die in ihrer Vielfalt zu den Einflüssen steht, durch die sie geprägt wurde und wird.

In diesem Sinne: Herzlich willkommen zur 16. Kölner Theaternacht!

Blättern Sie durch das diesjährige Programm und Sie werden schnell erkennen, dass allein die Theaterlandschaft unserer Stadt an Vielfalt kaum Grenzen kennt. Und dabei ist Theater selbst nur eine Kunstform unter vielen in Köln.
Erleben Sie also am 1. Oktober, dass Vielfalt in der Kölner Theaterszene nicht einfach nur eine behauptete Floskel ist, sondern gelebte, kulturelle Realität, der es in der Zusammenarbeit gelingt, auch über die Geistesgrenzen von Deutschland und sogar Europa hinaus Impulse aufzunehmen – und weiterzugeben.
Ich danke allen meinen Kolleginnen und Kollegen, die zusammen für Sie, unser Publikum, zum 16. Mal diese Nacht der kulturellen Theatervielfalt auf die Bretter zaubern, welche die Welt bedeuten. Ich freue mich sehr, dass unsere Kollegen und Kolleginnen von Oper und Schauspiel – trotz widriger Bedingungen – wie selbstverständlich wieder dabei sind. Ich freue mich persönlich sehr, dass unsere erste Oberbürgermeisterin, Henriette Reker, die Schirmherrschaft über diese Theaternacht übernommen hat. Und ich danke vor allem unserem Hauptsponsor, der RheinEnergie AG, die durch ihr Engagement für uns, die Kölner Theaterkonferenz, entscheidend dazu beiträgt, dass Köln eine Kulturstadt ist oder eine Stadt der Dichter und Denker – wie man früher einmal sagte.
Liebes Publikum, genießen Sie am 1. Oktober die Nacht der Theatervielfalt in Köln!

DIETMAR KOBBOLDT
Vorsitzender der Kölner Theaterkonferenz e.V.