GruSSworte
Liebe Gäste der Kölner Theaternacht,
das Kölner Publikum liebt Events und begibt sich gerne
auf nächtliche Entdeckungstour! Die siebte Kölner Theaternacht
bietet dazu wieder die beste Gelegenheit. Das
Theaternachtticket für alle Orte und die Bequemlichkeit
eines Shuttleservice zu den Spielorten erleichtern es
allen Theaterinteressierten, sich über das vielfältige
und bunte Theatergeschehen der Stadt umfassend zu informieren.
Gleichzeitig läutet die Theaternacht die neue
Spielzeit 2007/08 mit Premierenpreviews und vielen
Ausschnitten aus Wiederaufnahmen, mit Theaterexperimenten
an ungewöhnlichen Orten, mit Diskussionen und
Führungen hinter den Kulissen ein. Die diesjährige
Theaternacht weist den Rekord von vierzig beteiligten
Spielstätten auf. Darunter sind viele Orte, die als Theater
auf Zeit interessante Einblicke in Räumlichkeiten bieten,
die der Öffentlichkeit sonst nicht so leicht zugänglich
sind.
Schon jetzt ist es wahrscheinlich, dass das wunderbare Heizkraftwerk am Zugweg wieder einer der Publikumsmagneten sein wird. Die Öffnung dieses Ortes ist eng verbunden mit dem großen Engagement des Hauptsponsors der Kölner Theaterkonferenz, nämlich der RheinEnergie Stiftung Kultur. Diese hat darüber hinaus durch den Abschluss einer längerfristigen Förderzusage ein weiteres wichtiges, positives Signal in die Kölner Theaterszene gesetzt, über das ich mich sehr freue. Besonders stark ist dieses Mal auch die rechte Rheinseite mit fünf Kulturorten und einer eigenen »Veedels-Route« des Theaternachtbusses beteiligt. Dies halte ich für ein wichtiges Signal für den Stadtbezirk Mülheim, der nicht nur einer der bevölkerungsstärksten Bezirke der Stadt ist, sondern der durch seine Bevölkerungsstruktur auch ein Bezirk mit besonders vielen verschiedenen kulturellen Einflüssen ist. Nutzen Sie die Gelegenheit der langen Kölner Theaternacht, alles über das Theaterleben der Stadt zu erfahren und ausgiebig mit den Künstlern und Künstlerinnen, den Veranstaltern und den Besuchern zu debattieren und zu feiern!
Herzlichst Ihr
Fritz Schramma
Oberbürgermeister der Stadt Köln
Köln war der Schauplatz des Finales der Handball-
Weltmeisterschaft 2007, bei dem ich als Trainer der
deutschen Nationalmannschaft im Februar Weltmeister
wurde. In Köln habe ich studiert. In Köln spielt mein
Lieblings-Fußball-Club, der FC. Köln ist mein kulturelles
Zentrum. Wann immer ich die Gelegenheit schaffen
kann, den Dom sehen zu können, ist es mir ein Vergnügen,
den Weg von meiner Heimatstadt Gummersbach an
den Rhein auf mich zu nehmen. Nicht zuletzt, weil ich
die Nutzung eines der unendlich vielen Freizeitangebote
dieser Stadt mit dem Genuss von ein paar frischen
Gläsern Kölsch kombinieren kann.
Dieses herrliche Getränk ist auch geflossen, als wir hier
nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft gefeiert wurden.
Am nachhaltigsten ist mir dabei der Empfang durch
gut 30.000 freudentrunkene Fans vor dem Kölner Rathaus
haften geblieben. Unvergessliche Momente, die mir
auch heute noch ein Gänsehaut-Feeling bereiten.
Dieses bunte Treiben und diese Begeisterungsfähigkeit der Rheinländer wünsche ich auch den Initiatoren der Kölner Theaternacht, für deren 7. Auflage ich die Schirmherrschaft übernommen habe. Die Idee, den Vorhang in 37 Spielstätten und bei über 140 Einzelvorstellungen zu lüften, die Freunde des Theaters zu mobilisieren, ihnen einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren, birgt auch die Chance, diesem Genre nicht nur für eine Nacht neue Interessenten zuzuführen. Ein Effekt, der uns Handballern zu Beginn des Jahres bei der WM im eigenen Lande auch gelungen ist. Die Kommunikationsagentur »Sport+Markt«, übrigens auch mit Sitz in Köln, hat herausgefunden, dass durch diese erfolgreiche WM die Sportart Handball zehn Millionen neue Fans allein in Deutschland hinzugewonnen hat.
Die Frage, wie sich das Publikum entflammen lässt, stellt sich ebenso für den Handball wie für den Schau-Spieler. Wem es gelingt, den Funken seines Engagements auf die Zuschauer überspringen zu lassen, der hat schon halb gewonnen. Dies wünsche ich allen Organisatoren, Künstlern und Zuschauern für die 7. Kölner Theaternacht am 2. Oktober 2007.
Heiner Brand
Bundestrainer Deutscher Handballbund


