heizkraftwerk rheinenergie ag
Maschinenhalle
20.00 –20.30h
von Federico Garcia Lorca.
Yerma wünscht sich ein Kind. Ihr Mann Juan kann oder will
ihr keins geben. Damit sitzt sie in einer Falle, gegen die sie immer mehr aufbegehrt und
der sie doch nicht entfliehen kann.Lorca entfesselt in seinem Drama eine dörfliche Welt,
die von Fruchtbarkeit und sexueller Kraft strotzt.Als hartes Gegenbild erscheint die tote
Welt in Yermas Haus: eine Heirat ohne Liebe, die keine Frucht trägt.Yermas Tragödie ist,
dass sie begehrt, wünscht und fühlt, wofür ihr Mann kein Verständnis hat. Trotz ihrer Unbeirrbarkeit
und Willenskraft kommt sie nicht an gegen die Zwänge der Gesellschaft, der
Ehre und der erpressten Gefühle. Ihr Drama kann sich nur im Tod auflösen.
Treppenhaus
20.40 –21.10h / 21.30 – 22.00h / 22.40 – 23.10h elke b. lawrence traveling light
Musik für Stimme und Live Elektronik. Leicht wie das Licht fliegt eine Phrase dahin,
wiederholt sich, wird zum Klangteppich. Geräusche kommen hinzu und verschmelzen zu
einem Groove. Schicht für Schicht entstehen Akkordfolgen. Sämtliche Elemente dieser
Live-Komposition erzeugt die Sopranistin Elke B. Lawrence allein mit ihrer unverfremdeten
Stimme und mithilfe eines Looping Instrumentes. Eine musikalische Selbstbefragung,
die ihre Antwort in sich selbst findet.
Kesselhaus
21.30 –22.00h / 22.45 – 23.15h theater-51grad.com morgengrauendämmerung
eine Installation der Einsamkeit mit Mensch und Musik. Eine Installation zum Anschauen,
Zuhören und Vorbeigehen, aber Nicht zum Anfassen. Ein Mensch sitzt und liest, spielt
Musik. Eine Textkollage aus der Isolation, ein Mensch im Räderwerk: »In den ersten fünfzehn
Jahren meines Lebens hatte ich die Welt bereits kennengelernt und mein Gesicht
von ihr abgewendet. Ich fand keinen Gott. Ich fand keinen Menschen. Nur meine Instinkte
drängten mich, weiter zu leben. Und dazu brauchte ich die Musik.«
20.45 –21.15h / 22.00 – 22.30h Jürgen Wolf Production & theater-51grad.com
Hotel Olympic – eine literarische Performance von Jürgen Wolf.
»Heute Mittag verließ er nämlich das Hotel mit der festen Entscheidung, den Rest seines
Lebens nur noch mit Frauen zu sprechen.« Die Figuren, die im Hotel Olympic absteigen,
treibt die Sehnsucht nach Glück. Sie führt sie zu intimen Begegnungen, Selbstbegegnungen.
Dazwischen hinein stolpern Schwestern, Ehepaare und alte Freunde. Das kürzlich
erschienene Buch »Hotel Olympic« ist eine Hommage an lebenswahre Augenblicke im
Hotel und an das Erhabene im Banalen. Mit Jürgen Wolf und Till Brinkmann