20 h
und 23 h Vier sind das Volk Eine Revue über
50 Jahre BRD. Regie: Volker Lippmann, Musik: G. Theobalt. Den fünfzigsten
Geburtstag der BRD
nehmen wir zum Anlass für einen Streifzug durch die Untiefen der
westdeutschen Gesellschaft, ohne dabei den anderen Teil des geteilten
Landes außer acht zu lassen. Staatstragendes und Banales, historische
Reden, vergangene und gleichwohl
unvergessene Fernsehunterhaltung, portereignisse, dokumentarische Spielszenen
und jede Menge Musik, das sind die Elemente dieser Collage.
21 h und 24 h Theater
TKO Köln (Theater Kokotovic-Osman) »Drahtseilakt«
/ »Richard III.« / »Ohne Titel« Collage aus
zwei Inszenierungen und einer
Tanztheater-Präsentation mit Nedjo Osman, Katharina Waldau (»Richard
III«), Nada Kokotovic, Nedjo Osman (»Drahtseilakt«),
Grit Bardowicks, Pascal Sani (Tanz »Ohne Titel«), Chris
Jarrett (Piano). Das multimediale Projekt »Drahtseilakt«
greift die schonungslose Analyse zur Lage der jugoslawischen Vielvölkerkultur
aus dem
Essayband »Kultur der Lüge« der Schriftstellerin Dubravka
Ugresic aus Zagreb auf. Schwerpunkt der szenischen Umsetzung des TKO
ist die gemeinsame Erfahrung des erzwungenen Exils aus dem ehemaligen
Jugoslawien. Die dramatisch
zugespitzte Inszenierung »Richard III.« nach Shakespeare
(Regie: N. Kokotovic) untersucht, wie es möglich ist, dass der
Held den eigenen Sturz und die Vernich-
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tung bewusst akzeptiert. Sie zeigt als Kehrseite der Freiheit
ihre Ziellosigkeit. Das TKO hat eine besondere Bühnensprache entwickelt,
die weit über das konventionelle Sprechtheater hinausgeht. Ein Choreographiebeispiel
mit einer von dem international renommierten Komponisten Chris Jarrett
eigens für die »Zweite Kölner Theaternacht« komponierten
Musik fügt sich in die Präsentation ein.
www.theater-tko-koeln.de
22 h und 1 h Erica P. mit Volker Lippmann,
Buch und Regie: Christine Sohn. Ein Mann verwandelt sich in seine verstorbene
Frau. Ihr Redewahn, ihr verzweifelter Alkoholismus und ihr unermüdlicher
Versuch, das eingeschlafene Liebesverhältnis
mit ihrem Mann wiederzubeleben, ergibt die Rolle, in die er schlüpft.
Erst indem er sich verwandelt, begreift er den Charme und den Witz, mit
dem sie sich durchs Leben geschlagen hat. Die Schlucht zwischen den Geschlechtern
wird übersprungen, die Kluft zwischen den Lebenden und den Toten
verschwindet. Spieldauer: jeweils ca. 40 Minuten,
dazwischen Gespräche mit Regie und Schauspielern
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